Anlässlich des Monats der Cybersicherheitsaufklärung 2025 hat Bitwarden gemeinsam mit ResearchScape über 1.000 US-amerikanische Eltern mit Kindern im Alter von 2 bis 20 Jahren befragt, um zu verstehen, wie Familien mit Online-Sicherheit umgehen. Die Ergebnisse zeigen eine wachsende Diskrepanz: Eltern äußern zwar große Sorge vor KI-gestützten Bedrohungen und der digitalen Exponiertheit ihrer Kinder, doch ihre eigenen Sicherheitspraktiken und Kontrollgewohnheiten reichen oft nicht aus, um ihre Familien zu schützen.
Kinder sind heute früher denn je online und nutzen Tablets, Smartphones, Gaming-Geräte und Smartwatches. Trotz eines breiten Bewusstseins für Risiken wie Phishing, Malware und Datenschutzverletzungen bleibt konsequentes Handeln begrenzt. Diese Umfrage zeigt kritische Lücken bei der Passwortsicherheit, der elterlichen Aufsicht und der Aufklärung über neue KI-gestützte Betrugsmaschen.
Sehen Sie sich die vollständige Präsentation an.
Kleine Kinder sind bereits online und gefährdet
Schon Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren sind mit eigenen Geräten online, bewegen sich im Internet und setzen sich dabei unbeabsichtigt Risiken aus.
Fast 80 % der Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren besitzen ein eigenes Tablet mit Internetverbindung, sodass der Zugang zu Geräten bereits in der frühen Grundschulzeit nahezu selbstverständlich ist.
42 % der Eltern mit Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren berichten, dass ihr Kind unbeabsichtigt persönliche Informationen online geteilt hat – wodurch die jüngsten Nutzer erheblichen Datenschutz- und Sicherheitsrisiken ausgesetzt sind.
Mehr als ein Viertel (28 %) der 3- bis 5-Jährigen surft online mit minimaler oder ganz ohne Aufsicht durch ihre Eltern.

Das Gen-Z-Paradox: größte Sorge, geringste Aufsicht
Eltern der Gen Z äußern die größte Sorge um die Online-Sicherheit ihrer Kinder, ergreifen aber oft die wenigsten Maßnahmen zu deren Schutz.
80 % der Eltern der Gen Z befürchten, dass ihre Kinder Opfer KI-gestützter Online-Bedrohungen werden – der höchste Wert unter allen befragten Generationen.
Trotz dieser Sorge geben 37 % der Eltern der Gen Z ihrem Kind volle Autonomie oder überwachen seine Online-Aktivitäten nur leicht.
Dieser Mangel an Aufsicht korreliert mit den höchsten Vorfallraten: Haushalte der Gen Z meldeten die meisten Malware-Infektionen (44 %), nicht autorisierten In-App-Käufe (41 %), Phishing-Versuche (40 %) und unbeabsichtigte Datenweitergaben (36 %).
98 % der Eltern der Gen Z sagen, dass sie mit ihren Kindern über Online-Sicherheit gesprochen haben, doch Überwachung und Durchsetzung bleiben uneinheitlich.

Weitere Erkenntnisse zu den Sicherheitsgewohnheiten verschiedener Generationen finden Sie in der Umfrage zum Welt-Passwort-Tag 2025.
Die eigenen Sicherheitsgewohnheiten von Eltern schaffen Schwachstellen im Haushalt
Während Eltern sich um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen, versäumen es viele, selbst sicheres Verhalten vorzuleben – und schaffen damit Risiken, die den gesamten Haushalt betreffen. Frühere Forschungsergebnisse zeigen, dass 72 % der Erwachsenen der Gen Z Passwörter wiederverwenden, obwohl 79 % die Risiken kennen – eine Gewohnheit, die Sicherheitslücken in der ganzen Familie verstärkt.
28 % der Eltern der Gen Z geben zu, Passwörter mündlich oder per SMS bzw. E-Mail weiterzugeben – Methoden, durch die Zugangsdaten abgefangen und kompromittiert werden können.
Mehr als die Hälfte der Eltern der Gen Z (56 %) nutzt keinen Passwort-Manager, und fast zwei Drittel (64 %) verwenden kein VPN für zusätzlichen Schutz.
Nur 16 % aller Familien nutzen einen Passwort-Manager mit geteilten Tresoren, um Zugangsdaten im Haushalt sicher zu verwalten. Bei Eltern der Gen Z steigt dieser Anteil leicht auf 25 %, dennoch bleiben drei von vier Familien ohne sichere Weitergabe von Zugangsdaten.

KI-Betrugsmaschen erhöhen die Risiken, doch die Aufklärung hinkt hinterher
Der Aufstieg generativer KI hat es schwieriger gemacht, Online-Bedrohungen zu erkennen, doch viele Familien haben noch nicht darüber gesprochen, wie man solche ausgefeilten Betrugsmaschen erkennt.
78 % der Eltern in allen Haushalten sind besorgt, dass ihr Kind Opfer einer KI-gestützten Betrugsmasche wird, die Stimmen nachahmt, personalisierte Nachrichten erstellt oder überzeugende Phishing-Inhalte generiert.
Trotz dieser Bedenken hat fast die Hälfte (43 %) der Eltern mit ihren Kindern noch nicht darüber gesprochen, wie man KI-gestützte Bedrohungen erkennt.
44 % der Eltern der Gen Z berichten, dass ihr Kind oder ihre Familie durch Downloads Malware oder einen Virus erlebt hat.

